FLMK: Zwischen Krumme und Knust – Deutsche Brotkultur

Ausstellungstipp: „Zwischen Krumme und Knust – Deutsche Brotkultur“

Dauer: 10. Februar bis 23. September 2018

Ort: Freilichtmuseum am Kiekeberg, Am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten-Ehestorf

Eintritt: 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren Eintritt frei

Zeitreise - Brot bei der Mahlzeit um 1800 - Foto FLMK

Zeitreise – Brot bei der Mahlzeit um 1800 – Foto: FLMK

Am 10. Februar 2018 wurde eine interessante Sonderausstellung im Freilichtmuseum am Kiekeberg, Hamburg, eröffnet. Das Thema: „Zwischen Krume und Knust – Deutsche Brotkultur“. Die Ausstellung kann bis zum 23. September 2018 besucht werden. Nutzen Sie die Gelegenheit.

Die neue Sonderausstellung „Zwischen Krume und Knust – Deutsche Brotkultur“ im Freilichtmuseum am Kiekeberg beleuchtet das Nahrungsmittel „Brot“ aus drei Perspektiven: Geschichte, Kultur und Handwerk.

Anhand einer Pressemeldung informiert uns das Museum:

Deutschland ist Brotland – über 3.200 Sorten führt das deutsche Brotregister. Die Ausstellung „Zwischen Krume und Knust – Deutsche Brotkultur“ zeigt die Gründe: neue Technologien bei Mühlen und Öfen, Spezialzüchtungen beim Getreide, Statussymbol der Reichen; selbst die neuen Luxusartikel aus den Kolonien begünstigten den Siegeszug des Brotes. „Wir geben in unserer Ausstellung einen Rundum-Blick“, sagt Museumsdirektor Stefan Zimmermann. „Wie kam es zum Siegeszug des Brots? Warum setzte es sich seit dem Mittelalter durch? Aber auch: Welche Technologien gibt es heute, wie arbeiten moderne Bäcker und welche Trends verfolgen sie?“ Dazu arbeitet das Freilichtmuseum mit der Hamburger Bäckerinnung zusammen.

Die Sonderausstellung ist im Agrarium, der deutschlandweit einzigen Ausstellungswelt zu Land- und Ernährungswirtschaft, eingebettet. Hier sehen Besucher, wie es zum Frühstück am Morgen mit Brötchen und Kaffee kam, was das traditionelle Bäckerhandwerk heute ausmacht und wie die Kartoffel den Brotverzehr veränderte. Denn: Die Kartoffel, geschmacksneutral, leicht zu verarbeiten und vielseitig verwendbar, kam ab dem 17. Jahrhundert langsam auf den Esstisch. Sie erweiterte den Speiseplan – und der Brotverzehr fiel drastisch: Von 400 bis 500 Gramm pro Tag bis ins 19. Jahrhundert auf heute täglich 220 Gramm. Bio, Vollkorn, Allergien, Diät-Moden – am Brot sind auch der gesellschaftliche Wandel und Vorstellungen vom „gesunden Leben“ ablesbar.

Wie vor der modernen Fertigung Brot gebacken wurde, zeigen die Museumsbäcker am Kiekeberg: Täglich backen sie frisches Brot und Kekse in den Holzbacköfen wie um 1950. Regelmäßig wird auch der Lehmbackofen von 1800 angefeuert und Besuchern das schwierige Backen ohne Thermometer und Zeitschaltuhr gezeigt.

Eine besondere Veranstaltung bringt die Vielfalt und den Genuss zusammen: Am 25. Februar gibt es „Alles zum Brot“. Bäcker aus der Region und die Nationalmannschaft backen vor den Augen der Besucher, erklären ihre Arbeit und beantworten Fragen. Und schließlich gibt es viel zu probieren, genießen und kaufen.

Quelle: Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg, Am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten-Ehestorf, www.kiekeberg-museum.de

Gelebte Geschichte 1804Gelebte Geschichte 1804 im Freilichtmuseum am Kiekeberg – Backen im Lehmbackofen – Bild: FLMK

 

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